SIRA – Ein Roman von Thierno Balde
✦ Zwei Welten am Abgrund. Eine einzige Tragödie. ✦
Guinea, 18. Jahrhundert. Auf den Hochebenen des Fouta-Djalon erzwingt die Geburt eines theokratischen Fulbe-Staates seinen Glauben und seine eisernen Gesetze. Unter dem weiten Himmel vermischen sich Gebete mit dem Wind – doch im Verborgenen der Herzen stehen Leidenschaften kurz davor, alles in Brand zu setzen.
Auf der einen Seite zerstört der Goldrausch von Fello-Samayah den Frieden des Clans. Angesichts der Gier der Fremden und der Illusionen des Reichtums haben Häuptling Tala und seine Schwester Binta, die Heilerin, nur eine Wahl: ihre Leute in einem gefährlichen Exodus in die Ebenen zu führen. Zwischen der Suche nach Freiheit und dem Überleben steht die Zukunft eines ganzen Volkes auf dem Spiel.
Auf der anderen Seite, im abgelegenen Dorf Silayah, vergiften Liebe und Stolz das Blut. Aus seinem Grab bricht der junge Gelehrte Alphadjo sein Schweigen. Er erzählt von seiner Rivalität mit seinem Bruder Moussa, der Wut eines Vaters, der die Traditionen bewahrt, und ihrer gemeinsamen Verblendung für Sira – eine junge Frau mit ansteckender Lebensfreude, die auf dem Altar der Allianzen geopfert wurde und deren verborgene Tränen schließlich ein zerstörerisches Feuer entfacht haben.
„Wenn die Erde bebt und Regeln Leben zerstören, wer zahlt den Preis der Würde?“
Ein kraftvolles und eindringliches Werk über die Fatalität des Blutes, die Illusionen des Reichtums und den unterdrückten Schrei der Frauen angesichts der Geschichte.